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Keti Kapanadze - Versaille, 2008
"Kontraste IV" mit Keti Kapanadze und Miriam Prantl in Stuttgart-Vaihingen, 18. September bis 31. Oktober 2008

15.09.2008

Die Ausstellungsreihe "Kontraste" verspricht in der vierten Ausgabe ungewöhnliche Einblicke in die zeitgenössische Kunst: Vom 18. September bis zum 31. Oktober 2008 präsentieren die Georgierin Keti Kapanadze und die Österreicherin Miriam Prantl Arbeiten aus ihren neuesten Werkserien erstmals der Öffentlichkeit. Während Keti Kapanadze ihre Bilder in der Tradition des Surrealismus weiterentwickelt, setzt Miriam Prantl ihre Lichtinstallationen in abstrakte Malerei um. Das DSV Kunstkontor des Deutschen Sparkassenverlags zeigt die Ausstellung in der Industriestraße 68 in Stuttgart-Vaihingen. Reguläre Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag - außer an Feiertagen - von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Eröffnet wird die Ausstellung am 18. September, um 19 Uhr mit einer frei zugänglichen Vernissage, bei der beide Künstlerinnen anwesend sind.

Kobarg: "Kontraste IV" setzt auf künstlerische Erneuerungen

"Wir stellen mit Keti Kapanadze und Miriam Prantl zwei international erfolgreiche Künstlerinnen vor, die an einem Wendepunkt ihres Schaffens angelangt sind. Die Exponate veranschaulichen, welche neuen künstlerischen Wege sie eingeschlagen haben", erklärt Dr. Bernd Kobarg, Vorsitzender der Geschäftsführung der DSV-Gruppe (Deutscher Sparkassenverlag).

Wilde Geschichten

Die Wirklichkeit als Fragment - so zeigte sich bisher die Welt von Keti Kapanadze. Details aus Filmstills, Werbefotografien oder Zitate aus Literatur und Kunstgeschichte verdichteten sich auf den Bildern zu einem Kosmos aus Gleichzeitigkeiten. Während ihres Stipendiums an der Cité des Arts in Paris hat Keti Kapanadze ihren Stil bedeutend weiterentwickelt: Poetischer und verträumter wirken die Arbeiten, homogener in ihrer Struktur. Doch die merkwürdigen Szenerien, die die Künstlerin vor dem Betrachter entrollt, oszillieren zwischen Traum und Alptraum. Eine düstere Heiterkeit geht von ihnen aus, eine eingefrorene Dynamik, ein skurriles Pathos. Beim Versuch, die Bilderwelt von Keti Kapanadze zu durchdringen, wird der Betrachter letzten Endes zurückgeworfen auf die eigenen Träume und Phantasien.

Leuchtende Strukturen

Eher still und sensibel, doch nicht weniger kraftvoll präsentieren sich die Arbeiten von Miriam Prantl. Die Künstlerin wartet mit neuer malerischer Intensität auf, die an ihre Arbeiten für das Kunsthaus Bregenz anschließt. Licht und Raum sind dabei die zentralen Aspekte. Die Werke speisen ihre Spannung aus dem Wechselspiel zwischen warmen und kalten Farbflächen, gemalten und geklebten Linien. Raumenergien und -richtungen, Lichtflüsse und Farbpräzisionen werden zu einem bildnerischen Koordinatensystem verdichtet. Mit Klebebändern und Schnüren verändert sich die Malerei zum Relief aus Licht, Skulptur und Architektur. Bei längerer Betrachtung öffnet sich die Bildfläche zu einem pulsierenden Bildraum, der sich jedoch nie vollkommen erschließen lässt.

Kontraste IV: spannender Inhalt und strahlende Form

Beide Künstlerinnen stehen in formal unterschiedlichen Traditionen. Keti Kapanadze greift auf den Surrealismus eines René Magritte oder den magischen Realismus eines Giorgio de Chirico zurück, auf malerische Tendenzen der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Ein märchenhafter, erzählerischer Charme geht von den rätselhaften Szenerien aus, die die georgische Künstlerin in ihren Bildwelten entfaltet. Die Wurzeln der konkreten Kunst, auf die Miriam Prantl sich bezieht, liegen in der selben Zeit, nämlich im Bauhaus beziehungsweise in der Künstlergruppe de Stijl, deren berühmtester Vertreter Piet Mondrian ist. Miriam Prantl, bekannt durch ihre eindrucksvollen Lichtobjekte und -installationen, hat seit Ende 2007 die farbige Kraft ihrer Bilder gesteigert. Die Linien, Flächen und Farben stehen in einem präzisen Wechselspiel von Dynamik und Ruhe, räumlicher und flächiger Wirkung, lichthafter und materieller Präsenz - doch ganz ohne erzählerische Ambition.

Ansprechpartner Presse
DSV-Gruppe (Deutscher Sparkassenverlag)
Heike Habersang
Telefon +49 711 782-2033
heike.habersang@dsv-gruppe.de

Fachansprechpartnerin
Leiterin DSV Kunstkontor
Dr. Claudia Emmert
Telefon +49 711 782-2973
claudia.emmert@dsv-gruppe.de

 

Weiterführende Informationen
Digitale, printfähige Bilder der Ausstellung "Kontraste IV"


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