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29.06.2009
"We have faces!", die neue Werkserie der in Lissabon geborenen Adriana Molder, wird erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Das DSV Kunstkontor des Deutschen Sparkassenverlags zeigt die Ausstellung in der Industriestraße 68 in Stuttgart-Vaihingen. Reguläre Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Eröffnet wird die Ausstellung am 1. Juli, um 19 Uhr mit einer frei zugänglichen Vernissage, bei der die Künstlerin anwesend sein wird.
Kobarg: Durch Kunst erhält ein Unternehmen ein Gesicht
„Adriana Molder hat bereits in jungen Jahren eine beeindruckende künstlerische
Position eingenommen, der wir durch diese Ausstellung gerne entsprechende Aufmerksamkeit
schenken. Durch Kunst erhält ein Unternehmen ein Gesicht und kann Profil
zeigen. Daher freuen wir uns, Adriana Molder mit einer Einzelausstellung im
DSV Kunstkontor präsentieren zu dürfen“, erklärt Senator
h.c. Dr. Bernd Kobarg, Vorsitzender der Geschäftsführung der DSV-Gruppe
(Deutscher Sparkassenverlag).
Der Ausstellungstitel nimmt Bezug auf eine Bemerkung, welche die Schauspielerin
Gloria Swanson in Billy Wilders Hollywood-kritischem Film “Sunset Boulevard“
(1950) in der Rolle der Norma Desmond, einem ehemaligen Star des Stummfilmkinos,
äußert: “We didn´t need dialogue. We had faces!“
Damit stellt Desmond der von Dialogen getragenen Ästhetik des Tonfilms
die ihrer Ansicht nach signifikantere Sprache der Mimik und Gesten der Stummfilmcharaktere
gegenüber.
Licht und Schatten
Ausgangspunkt und Inspirationsquelle der künstlerischen Arbeiten Molders
bildet das Genre des frühen Schwarz-Weiß-Films. Ihre Werke leben
von den Brechungen und Erweiterungen der filmischen Ästhetik: Aus den Kontrasten
von Hell und Dunkel, von Schwarz und Weiß gewinnen sie ihre Kraft. Das
Wechselspiel von Licht und Schatten verleiht den im Mittelpunkt der Ausstellung
stehenden Gesichtern ihre visuelle Prägnanz und einzigartige Charakteristik.
Molder lässt die nuancenreiche Ästhetik des Schwarz-Weiß-Films
in neuer Form aufleben. Die gezeigten Porträts sind weniger Abbilder, als
vielmehr Interpretationen der Motive.
Vergangenheit und Gegenwart
Geheimnisvoll und dramatisch, bisweilen sogar unheimlich wirken die Werke der
Künstlerin. Adriana Molder setzt ganz eigene Akzente in der Geschichte
des Porträts: Realität und Fiktion vermischen sich und eröffnen
ungeahnte Einblicke in die Tiefen der Seele. Ausdrucksstark und faszinierend
ziehen die porträtierten Gesichter den Betrachter in ihren Bann und verschaffen
ihm Zugang zu vergangenen Ereignissen und Geschichten. Sie führen in die
Welten vergessener Wünsche und Träume, verbinden das Vergangene mit
dem Hier und Jetzt.
Das verwendete Material unterstützt die fesselnde Wirkung. Mit Pinsel
und Zeichentusche malt Adriana Molder ihre großformatigen Kompositionen
auf Architektenpauspapier. Durch die Tusche erhält das Papier eine Eigendynamik,
es wellt und verzieht sich, wird lebendig. Die sich im Malprozess stetig verändernde
Papierstruktur beeinflusst den Verlauf der Tusche. Auf diese Weise zufällig
entstandene Linien und Muster werden bewusst in die Kompositionen eingebettet,
sind Bestandteil der künstlerischen Handschrift Adriana Molders. Je nach
Lichteinfall entsteht ein sich stetig veränderndes Spiel mit Licht und
Schatten, das die schwarze Zeichentusche mit ihren zahlreichen Schattierungen
erst richtig zur Geltung bringt.
Eine Portugiesin in Berlin
Adriana Molder wurde 1975 in Lissabon geboren, wo sie später Bühnenbild
an der Escola Superior de Teatro e Cinema und Bildende Kunst am ARCO, Centro
de arte e comunicação visuais studierte. 2006 war Molder Stipendiatin
der Künstlerhaus Bethanien GmbH im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms
in Berlin. Dort lebt und arbeitet sie heute. 2007 erhielt sie den Herbert-Zapp-Preis
für Junge Kunst. Mit zahlreichen Ausstellungen hat sich Adriana Molder
international in der Kunstszene einen Namen gemacht.
Ansprechpartner Presse
DSV-Gruppe (Deutscher Sparkassenverlag)
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Thilo Weinert
Am Wallgraben 115
70565 Stuttgart
Telefon +49 711 782-2736
thilo.weinert@dsv-gruppe.de
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