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05.01.2010
Möbel, Elektronik oder Haushaltsgeräte auf Raten - damit macht der Handel den Sparkassen starke Konkurrenz. Eine innovative Kartenlösung hilft, das Konsumentenkreditgeschäft zu beleben.
Banken, die sich auf Konsumentenkredite spezialisieren und mit dem Handel kooperieren, gewinnen Marktanteile. Den Trend zur Finanzierung am Point of Sale (POS) können Sparkassen mit dem Angebot einer neuen, bislang in der Sparkassen-Finanzgruppe einzigartigen Kartenlösung stoppen: Bei der SparkassenCard PLUS nutzt der Karteninhaber beim Bezahlen einfach den vorab mit dem Institut vereinbarten Kreditrahmen. A la carte kann er sich immer und überall kleine oder – bei entsprechendem Kreditrahmen von maximal 50.000 Euro – auch größere Wünsche erfüllen und in Raten mit flexibler Tilgung zahlen. Da es sich um eine girocard handelt, wird diese fast überall akzeptiert. Ob der Nutzer vor Ort seine SparkassenCard oder die neue SparkassenCard PLUS zückt, entscheidet er je nach Situation – und damit, ob er sein Girokonto direkt belastet oder eben in Raten zahlt. Deren Höhe wird bei der Kontoeröffnung gemeinsam mit dem Kunden festgelegt.
Vorteil fürs Institut: Einmal bewilligt, steht der Kredit dauerhaft, was die Prozesskosten gegenüber dem bei Privatkrediten wiederkehrenden Abwicklungsaufwand deutlich senkt. Damit ist diese innovative Karte nicht zuletzt auch ein idealer Anspracheanlass bei Neukunden. Hierzu wird der DSV neben der Karte ein umfangreiches Werbemittelsortiment anbieten – von Plakat und Flyer über Mailing bis zur Beraterhilfe.
Erfolgreich eingeführt wurde die Karte bereits im Gebiet des Ostdeutschen Sparkassenverbands: Rund 20 Prozent der Kunden reagierten überaus positiv auf das aktive Angebot ihres Beraters. Eine Kannibalisierung des Sparkassen-Privatkredits oder des Dispositionskredits war nicht feststellbar. Die Inanspruchnahme von durchschnittlich 2.500 Euro pro Karte weitete das Kreditgeschäft sogar deutlich aus. Damit erfüllt sie genau die ihr zugedachte Funktion. Mehr als 29.000 Mal gab der DSV bislang die SparkassenCard PLUS an 25 Sparkassen und die Landesbank Berlin aus. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband verantwortet das Gesamtkonzept für die innovative Kartenlösung. Die Finanz Informatik stellt die technischen Voraussetzungen für die Abwicklung sicher.
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