Gegenwart und Geschichte der DSV-Gruppe

Die DSV-Gruppe ist Kompetenzcenter Payment der Sparkassen-Finanzgruppe

2015
2015: Die DSV-Gruppe fungiert als Kompetenzcenter Payment der Sparkassen-Finanzgruppe.

Die DSV-Gruppe forciert den Aufbau des Kompetenzcenters Payment (Zahlungsverkehrsanwendungen für Privatkunden beim Einkauf), in dem die unternehmerischen Payment-Aktivitäten der Sparkassen-Finanzgruppe zusammengeführt werden. Um für die Sparkassen eine lückenlose Wertschöpfungskette zu gewährleisten, hat die DSV-Gruppe ihr Payment-Portfolio durch die Akquisen der beiden Anbieter von Zahlungsservices im Electronic- und Mobile Commerce, PAYONE und GiroSolution, gezielt weiter ausgebaut. Alle Aktivitäten der DSV-Gruppe in Bezug auf Zahlungsverkehrsanwendungen für Privatkunden werden künftig in der neuen DSV-Tochtergesellschaft S-Payment GmbH gebündelt.

75 Jahre DSV: Lösungsanbieter unverändert auf Wachstumskurs

2010
2010

Die gesamte DSV-Gruppe verfolgt ein Ziel: den konsequent auf Kundennähe ausgerichteten Sparkassen sowie Unternehmen und Verbänden der Sparkassen-Finanzgruppe maßgeschneiderte Lösungen zu bieten. Auch für die kommenden Jahre stehen die Zeichen auf Wachstum, um das Leistungs- und Lösungsspektrum für die Kunden weiter auszubauen.

Kundenbindung für Klein und Groß

2005
2005

Die UNESCO-Kommission zeichnet 2005 den vom Deutschen Sparkassenverlag (DSV) betreuten Sparkassen-SchulService aus und erkennt diesen als offizielles Projekt im Rahmen der UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" an. Der DSV übernimmt 2006 die Mehrheitsbeteiligung (79,64 Prozent) an der SEG Sparkassen-Einkaufsgesellschaft, die für Beschaffungsdienstleistungen zuständig ist. Zu Jahresbeginn 2008 gründen DSV (50 Prozent) und ÖRAG Service, heute Deutsche Assistance Service GmbH, (50 Prozent) gemeinsam die MehrWert Servicegesellschaft. Das Unternehmen fungiert als Dienstleister rund um Kundenbindungs- und Loyalitätsprogramme.

Fortschritt mit elektronischer Signatur

2001
2001: Fortschritt mit elektronischer Signatur

2001 wird die DSV Logistik als hundertprozentige Tochter gegründet. Sie bietet den Unternehmen und Verbänden der Sparkassen-Finanzgruppe computergestützte Lagerhaltung und logistische Dienstleistungen bis hin zur kompletten Übernahme der Materialwirtschaft. Mitte 2002 tauscht die Sparkassen-Finanzgruppe für ihre Kunden rund 43 Millionen Debitkarten (rund 23,5 Millionen ec-Karten und 19,5 Millionen S-CARDs) schrittweise in die neue einheitliche SparkassenCard mit Chip um. Ab 2004 ermöglicht die neue Generation von SparkassenCards die elektronische Signatur nach deutschem Signaturgesetz, welche die rechtsverbindliche Kommunikation im Internet ermöglicht

Karteninnovationen und Wachstum durch Töchter und Beteiligungen

1996
1995: Karteninnovation und Wachstum durch Töchter und Beteiligungen

Die 90er Jahre stehen im Zeichen der Karten und der Portfolio-Erweiterung: 1996 werden die ec-Karte mit Chip und die GeldKarte eingeführt: Der DSV entwickelt den S-Space-Manager, mit dem sich die ec-Karte zum Multitalent für zusätzliche Kartenanwendungen (wie Bonuspunkte auf dem Chip und die elektronische Signatur) entwickelt.
Ein Jahr später gründet der DSV die Tochtergesellschaft S-CARD Service als zentralen Umsetzungspartner für Kartenprojekte der Sparkassen-Finanzgruppe, die 2016 im Tochterunternehmen S-Payment aufgeht.
1997 folgt die Beteiligung an B+S Card Service, wichtiger Partner der Sparkassen bei der Betreuung von Händlerkunden und der Abwicklung von Zahlungen am Point of Sale.

Neue Herausforderungen und Rückkehr an den Standort Berlin

1989
1989: Neue Herausforderungen und Rückkehr an den Standort Berlin

Die Einführung der Eurocard verschafft dem DSV 1989 bis zu 20.000 zu bearbeitende Anträge pro Woche, zu Spitzenzeiten 5.700 Stück pro Tag. Ein Jahr später kommt es nach der Deutschen Wiedervereinigung zur Aufnahme der Ostsparkassen in den Verbund. Diese sollen so schnell wie möglich auf Weststandards umgestellt werden, was besonders das Ressort Vordrucke vor große Herausforderungen stellt.
Um noch näher am Kunden zu sein und marktorientierter handeln zu können, beginnt der DSV mit dem Aufbau von Regionalbüros. Besondere Bedeutung kommt hier dem DSV-Büro in Berlin zu, mit dem der DSV wieder an seinen geografischen Ausgangspunkt zurückkehrt

Evidenzzentrale und bundesweiter Start des "Planspiel Börse"

1980
1980: Evidenzzentrale und bundesweiter Start des 'Planspiel Börse'

Der DSV fungiert ab 1980 als Evidenzzentrale der Sparkassen-Finanzgruppe für die Poolschlüssel in der neuen institutsübergreifenden Geldausgabeautomation. Die ersten Sparkassen erhalten rund 1,6 Millionen personalisierte und kodierte ec-Karten mit Magnetstreifen. In den 80er Jahren baut der DSV das Erscheinungsbild der Sparkassen für Bildschirmtext im Cept-Standard auf und bietet den Instituten seinen Btx-Service an.
1983 startet bundesweit das "Planspiel Börse" der Sparkassen mit rund 20.000 Schülern. In der Börsenspielzentrale des DSV laufen alle Fäden zusammen. Gemeinsam mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) entwickelt der DSV das Börsenspiel weiter, das bis Ende der 90er Jahre ins Internet und ins europäische Ausland geht. Mit von der Partie sind mittlerweile sieben Länder mit jährlich rund 45.000 Teams.
Der DSV gründet 1987 ein zweites Tochterunternehmen, die Deutschen Sparkassen Datendienste.

Drei Projekte mit Zukunft – av-training, Messe für Werbegeschenke, KNAX

1972
1972-1974: av-training, Messe für Werbegeschenke und KNAX

Der DSV und die Deutsche Sparkassen-Akademie entwickeln 1972 das "av-training" (audiovisuelles Lernmaterial für Bankkaufleute). Im gleichen Jahr hat die Werbegeschenk-Verkaufsbörse Premiere, die bis heute als bundesweite Messe jährlich die neuesten Werbegeschenke für Sparkassen präsentiert.

Im Auftrag des DSV gestaltet Otl Aicher, einer der Wegbereiter des Corporate Designs in Deutschland, das einheitliche Sparkassen-Erscheinungsbild, das mit seinen Gestaltungseckpunkten Sparkassen-S, HKS-13-Rot und Helvetica-Grundschrift noch heute prägend für die Sparkassen-Finanzgruppe ist.

Zwei Jahre später startet die erste Weltspartagsaktion der Sparkassen mit Verlosung. Der DSV gibt 1974 erstmals die Kinderzeitschrift KNAX heraus, die heute das auflagenstärkste Comic-Magazin Deutschlands ist.

Vom eurocheque zur ec-Karte – vom DSV zur DSV-Gruppe

1969
1969: Erstmalige Ausstellung des eurocheques (bis 2004)

Der eurocheque (bis 2004) wird erstmals am 1. Mai 1969 im Rahmen eines einheitlichen eurocheque-Systems ausgestellt. Lange besteht die ec-Karte aus Pappe, dann aus laminiertem Papier, schließlich ganz aus Plastik. Anfang der 80er Jahre erhalten die Karten einen Magnetstreifen, sodass sich die Sparkassenkunden mit Barem am Geldautomaten versorgen können. Nach der Wiedervereinigung verkauft der DSV bis zu 271 Millionen (1991) eurocheques jährlich.

Der DSV übernimmt 1969 die AM-Werbegesellschaft Köln als Tochterfirma, die 2017 auf das Beteiligungsunternehmen Sparkassen-Finanzportal verschmolzen wurde. Auch am Hauptsitz Stuttgart vergrößert sich der DSV durch Erweiterungsräume des Hauses Am Wallgraben 113. Außerdem erwirbt er das Nachbargrundstück Nummer 115, wo ein neues Gebäude – das heutige Haus 1 – entsteht. 1975 ziehen die ersten Mitarbeiter/-innen dort ein.

Ein zweiter Firmensitz und Neuerungen in der Gemeinsamen Sparkassenwerbung

1962
1962: Bezug des neuen Gebäudes 'Am Wallgraben' in Stuttgart-Vaihingen

Der Unternehmenssitz in der Stuttgarter Kernerstraße "platzt aus allen Nähten". 1962 baut der DSV einen neuen, zweiten Standort auf, den heutigen Hauptsitz Am Wallgraben in Stuttgart-Vaihingen. Der vom DSV in diesem Jahr erstmals verwendete Satz "Wenn's um Geld geht – Sparkasse" wird ein Jahr später zum Slogan der Zentralen Gemeinschaftswerbung, den 1966 bereits 55 Prozent des repräsentativen Bevölkerungsquerschnitts kennen.

1964 etabliert sich die bislang sporadisch betriebene Fernsehwerbung als regelmäßiger Bestandteil der Gemeinsamen Sparkassenwerbung. Im selben Jahr entwickelt der DSV den neuen Sparkassenscheck nach den Richtlinien der Bundesbank.

Standardwerke, Bestseller und Rückkehr zur alten Firmierung

1953
1953: Standardwerke,Bestseller und Rückkehr zur alten Firmierung

Der DSV verlegt das zwölfteilige Werk "Grundriß für die Sparkassenarbeit" und richtet die erste zentrale Werbetagung in Stuttgart aus. Bis heute treffen sich in Stuttgart jährlich Marketingfachleute aus der gesamten Sparkassen-Finanzgruppe.

1954 erhält das Unternehmen seine alte Firmierung "Deutscher Sparkassenverlag GmbH" zurück. Im folgenden Jahr gibt der DSV die ersten DM-Reiseschecks für das Inland an die Sparkassen aus. Vier Jahre später erscheint der erste "Ratgeber für die Einkommensteuer" – ein Klassiker unter den verlegten Titeln.

Neuanfang in Stuttgart – Start einer Erfolgsgeschichte

1949
1949: Umzug nach Stuttgart in die Kernerstraße 52

Nach dem 2. Weltkrieg verliert der im Ostsektor ansässige DSV den Kontakt zu den Sparkassen in Westdeutschland. Um die Betreuung der Institute im Westen sicherzustellen, gründen regionale Sparkassen- und Giroverbände 1946 die Sparkassen-Vordruck und -Werbedienst GmbH in Stuttgart.

Am 19. Mai 1949 findet die Gesellschafterversammlung zur Umwandlung dieses Unternehmens in die Sparkassenverlag GmbH statt. Der neue Standort Kernerstraße 52 in Stuttgart-Ost wird im November bezogen. Das Vordruckangebot – vom Scheck bis zum Sparbuch – wächst bis zum Jahresende auf rund 700 Artikel an, nicht zuletzt durch die Formulare für die Währungsumstellung. Die ersten Kundenzeitschriften "Sparkassen-Rundschau" und "Unsere Informationen" sowie ein Jahr später auch die im 2. Weltkrieg eingestellten Periodika "Sparkasse", "Sparkassen-Werbedienst" und "Fachmitteilungen" erscheinen wieder.

Als erste große Fachpublikation nach dem Krieg verlegt der DSV "Die Praxis des Kreditgeschäfts". Außerdem bietet der DSV den Sparkassen ein monatliches Werbeplakat-Abonnement an. Die 97 Mitarbeiter/-innen des Hauses erwirtschaften im ersten vollen Geschäftsjahr einen Umsatz von 6,2 Millionen DM.

Vorläufer des DSV und Gründung in Berlin

1935
1935

Den Grundstein für die heutige DSV-Gruppe legt 1923 die Deutsche Girozentrale mit der Errichtung einer zentralen Vordruckstelle. Neun Jahre später übernimmt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) die Vordruckstelle. Die gesamten verlegerischen Tätigkeiten fasst der Verband in der Abteilung "Deutscher Sparkassenverlag" zusammen. Am 1. April 1935 wird das Unternehmen Deutscher Sparkassenverlag als GmbH mit Sitz in Berlin, Friedrichsgracht 42-45, gegründet. Als erstes neues Objekt verlegt der DSV den "Sparkassen-Werbedienst", eine Zeitschrift für Sparkassenmitarbeiter. Drei Jahre später führt er das genormte Deutsche Sparkassenbuch ein. 1938 wird auch das Sparkassen-S als Firmenzeichen des DSV gestaltet.