Drei Bausteine für den Digitalvertrieb: Die neuen IF-Contentseiten sind das erste sichtbare Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der DSGV-Projekte (VdZ PK 2.2 und FIDEO), der AGMV (Arbeitsgemeinschaft Medialer Vertrieb) sowie der S-Com-Initiative Digitaler Vertrieb (DiVe).
Das Ziel ist ambitioniert: 30 Prozent digitale Abschlussquote bis 2027. Neue Standards und Automatisierung im Gesamtprozess können die Institute wirksam entlasten und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die Basis hierfür legte das DSGV-Projekt Vertriebsstrategie der Zukunft Privatkunden PK 2.2 – daran beteiligt sind S-Com, Finanz Informatik und mehrere Sparkassen als Sparringspartner.
Im Baustein 1 wurden als Quick Win fünf erneuerte IF-Contentseiten bereitgestellt zu den Top-Produkten Dispokredit, Kreditkarte, Privatkredit, Tagesgeld und Sparbuch. Diese wettbewerbsfähigen Kundenreisen etablieren einen praxiserprobten, abschlussoptimierten „Standard am Limit“ und sind über den Institutsbeirat der Sparkassen bei der S-Com finanziert. Das Ziel sind dauerhaft nahtlose, konsistente Nutzererlebnisse für eine hohe Kundenzufriedenheit und steigende Abschlussquoten. Deshalb werden diese standardisierten Onlineprozesse fortlaufend optimiert.
Playbook gibt Anleitungen
Auf Basis der Erfahrungen der VdZ-Partnersparkassen und Endkund:innen wurden gemeinsam mit den Fachteams der S-Com wichtige Erfolgsfaktoren im Digitalvertrieb identifiziert. Sie betreffen neben Strategie und Aufbauorganisation vor allem die Produktpräsentation in der Internet-Filiale. Hier bieten nun klar strukturierte Informationen mit optischem Fokus auf das Wesentliche eine bessere Orientierung. Das Beispiel der Sparkasse Saarbrücken zeigt relevante Anpassungen im Gesamtprozess bis hin zum notwendigen Mindset Change. Daraus resultieren Vorteile für Kund:innen wie auch Sparkassen. Um es den Instituten nun möglichst einfach zu machen, stellt die S-Com im Auftrag des VdZ-Projekts ein Playbook bereit. Dieses beinhaltet Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Administrationsleitfäden und Best Practices von Sparkassen. Für den optimierten Vertriebsprozess ist das ein weiterer Quick Win. Denn mithilfe der Anleitungen können Sparkassen unterschiedliche Stellhebel betätigen: unter anderem für Standardlimits bei Kreditkarten, Kundenzuführungen durch IAM oder für Prozesse, die in den Abschluss führen samt Nachbearbeitung bei Abbrüchen.
Digitalvertrieb künftig durchgängig steuern
Zum Jahresende ist als Baustein 2 ein zentrales Tool zum Kundenreisen-Management in einer Pilotversion geplant. Intelligente Empfehlungslogiken für die Stellhebel vereinfachen dabei kontinuierliches Optimieren im Standard und reduzieren so den Aufwand. Als Baustein 3 empfiehlt sich die individuelle Beratung und Unterstützung der S-Com als Lotse auf Abruf: Angefangen von interaktiver Beratung und Coaching bis hin zu Angeboten wie End-to-End-Projekte, regionale Individualisierungen und Begleitung beim „Standard etablieren“.