Sachkosten gut im Griff?

Steuerung
Das SKM-Portal bringt Kostentransparenz und hilft mit Benchmarking, Handlungsfelder zu erkennen und zu bearbeiten.

Strategisches Kostenmanagement leicht gemacht: Mit dem bewährten SKM-Portal des DSV entdecken Sparkassen bisher verborgene Kostensenkungspotenziale. Ihre Kostenentwicklung betrachten sie damit nicht nur im Zeitverlauf. Gewinnen sie doch vor allem auch Erkenntnisse aus dem Benchmarking mit den besten Instituten, die realistische Einsparpotenziale nachweisen. Beispiele zur Umsetzung nennt die Maßnahmendatenbank.

„Sachkostenmanagement ist Pflichtübung“, so Frank Finkmann, Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Melle. Mit einer Sachkostenquote von 0,60 Prozent der Durchschnittsbilanzsumme und darunter gehört sie zu den Kostenführern in Niedersachsen. Regelmäßig beteiligt sich das Institut an den jährlichen Auswertungen im SKM-Portal und den Workshops des Sparkassenverbands Niedersachsen (SVN).

Dank einer Verbandslizenz haben seit 2017 fast drei Viertel der 43 Sparkassen im SVN Zugang zum SKM-Portal. Etwa die Hälfte beteiligt sich an den jährlichen Workshops mit intensiven persönlichen Arbeitskontakten. Also eine breite Basis für das verbandsinterne Benchmarking der Sachkosten. „Zu fast jeder Thematik sitzt wenigstens ein Teilnehmer eines Kosten(arten)führers im Kreis, der seine Maßnahmen auf dem Weg zur Spitzeneffizienz beschreibt“, erklärt Hauke Diemer, Referent für Produktivitätsmanagement beim SVN. Es gehe nicht um „gut“ oder „schlecht“, sondern um eine gezielte Maßnahmendiskussion.

Erfolg ist gestaltbar

Vielen Instituten gelingt bereits mit der ersten Teilnahme ein deutlicher Kostensprung nach unten. Beispiel Kreissparkasse Grafschaft Bentheim zu Nordhorn: Die mithilfe des SKM-Portals durch Benchmarking erkannten Potenziale bei Versicherungsaufwendungen führten im Analyse-Workshop zu Lösungsansätzen. Das Einsparvolumen nicht notwendiger Zusatzleistungen lag bei rund 40 Prozent.

Andere niedersächsische Institute erreichten trotz schwieriger Flächenthematik nahezu die bundesdeutsche Benchmark (35m²/MAK). In den Workshops entstehen individuelle „Bebauungspläne“, in denen die Sparkassen ihre Potenziale nach Umsetzungsdauer klassifizieren. Schon bei Instituten mit circa 2,5 Milliarden Bilanzsumme können sich laut Diemer Einsparungspotenziale von jährlich über einer Million Euro ergeben.